Salmonellenerkrankungen im Landkreis Görlitz festgestellt


Seit dem 28. Juni werden den Gesundheitsämtern der Landkreise Görlitz und Bautzen bisher 53 Salmonellen-Erkrankungen gemeldet. Kinder sind nicht darunter. Ein 73-jähriger Mann, mit schwersten Vorerkrankungen, bei dem ebenfalls ein Salmonellenbefund festgestellt wurde, ist im Krankenhaus gestorben. Zur Zeit werden in Krankenhäusern des Landkreises Görlitz die Erkrankten stationär betreut. Ein Erkrankter befindet sich in einem kritischen Gesundheitszustand. Auf Grund der Erkrankungshäufung wurde am 28. Juni ein gemeinsamer Arbeitsstab vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt und Gesundheitsamt eingerichtet, um die Ursachen zu ermitteln.

Quelle der Salmonellen vermutlich rohes Fleisch

Die Erkrankungen traten nach dem Verzehr von Rohfleischerzeugnissen, wie Hackepeter auf, die nach aktuellen Erkenntnissen  im Zeitraum vom 19. bis 28. Juni in verschiedenen Lebensmittelunternehmen /Fleischereien der Region erworben worden waren. Als weitere vorsorgliche Maßnahme wurden Rohfleischerzeugnissen, wie Hackfleisch und kurz gereifte Rohwürste zurückgerufen.

Gegenwärtig werden die Ermittlungen zu Lieferbeziehungen und Rückverfolgung weiter intensiv durchgeführt, in allen bekannten Unternehmen wurden Lebensmittelkontrollen durchgeführt und die Hygienemaßnahmen überprüft.

Was sind Salmonellen?

Die Salmonellose ist eine klassische Lebensmittelinfektion. Die Aufnahme der Erreger erfolgt über kontaminierte Lebensmittel. Ein direkter oder indirekter Übertragungsweg von Mensch zu Mensch kann im Rahmen von Schmierinfektionen unter hygienisch mangelhaften Bedingungen möglich sein, findet aber auch in Alltagssituationen wahrscheinlich vielfach statt. Die Inkubationszeit beträgt 6 bis 72 Stunden. Symptome der Erkrankung sind plötzlich einsetzender Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein und manchmal Erbrechen. Häufig tritt leichtes Fieber auf. Salmonellen können auch ohne Vorliegen von Krankheitssymptomen über mehrere Wochen ausgeschieden werden. Die Therapie erfolgt in der Regel nicht mit Antibiotika, sondern bei Notwendigkeit durch einen Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich.

Quelle: Landkreis Görlitz

 

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